Nein, es sind die Verbote, die zu Problemen führen!
Süßes ist bei Groß und Klein beliebt. Schokoriegel, Gummibärchen, Pralinen, jeder findet etwas, was er besonders gern mag. Wenn nach dem Essen noch etwas Süßes angeboten wird, wird zugegriffen. Warum sind es die süßen Sachen, die wir besonders mögen und denen wir kaum widerstehen können? Manche meinen, Zucker und Süßes machen süchtig. Stimmt das?
Zucker macht nicht süchtig. Studien mit Neugeborenen zeigen, Süßes wird angenehm empfunden im Gegensatz zu Saurem, Salzigem oder Bitterem. Das wird abgelehnt. Evolutionspsychologen und Genetiker deuten diese Vorleibe für Süßes als so genannten "Sicherheitsgeschmack". So konnten unsere Vorfahren bei der Nahrungssuche das Risko vermindern, etwas Unbekömmliches zu essen. Zum einen konnte der Reifegrad von Früchten am süßen Geschmack erkannt werden. Zum anderen sind giftige Früchte oder Beeren, die zugleich auch süß schmecken, auf der Welt äußerst selten. Vielfach schmecken sie bitter.
Dennoch verbieten Eltern ihren Kindern oft sämtliche Süßigkeiten. Doch diese Einschränkung führt dazu, dass diese Produkte interessant werden. Was für die Kleinen gilt, ist bei den Erwachsenen nicht anders. Was verboten ist, erfährt größere Aufmerksamkeit. Bei einem liberalen Umgang mit Süßem hingegen tritt der so genannte "Süßhunger" nicht so häufig auf. Süßhunger ist also oft ein selbst gemachtes Problem, das mit einer Sucht nichts zu tun hat.