Nein, der Konsum von Zucker (Saccharose) ist seit 30 Jahren mehr oder weniger unverändert!
Heute wird eine reichhaltige Auswahl süßer Lebensmittel wie Kuchen, Süßigkeiten oder Limonade angeboten. Das verleitet auf den ersten Blick zu dem Schluss, dass heute insgesamt mehr Zucker gegessen wird als zu Großmutters Zeiten. Doch die Realität sieht anders aus.
Die Auswertungen der Statistiken zum Zuckerverbrauch* zeigen, dass seit Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts der Absatz von Zucker pro Kopf der Bevölkerung nahezu gleich geblieben ist. Unabhängig von den vielen Veränderungen auf dem Lebensmittelmarkt und den zahlreichen neuen Lebensmitteln hat sich beim Zuckerkonsum so gut wie nichts verändert. Rechnet man den Zucker zusammen, der pur oder in Speisen, in Lebensmitteln und Getränken verzehrt wird, so kommt man in den letzten 30 Jahren immer auf einen Konsum von 35-36 kg pro Kopf. Dabei ist dann auch der Zucker in importierten und exportierten süßen Lebensmitteln berücksichtigt. Eines hat sich allerdings verändert: Während unsere Großeltern noch 40 % des Zuckers, der konsumiert wurde, im Haushalt bei der Herstellung von Speisen und Getränken einsetzten, sind es heute nur noch 16 %.